Prävention vor sexualisierter Gewalt

In der EKiR gehören Präventionsschulungen von sexualisierter Gewalt für kirchliche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende inzwischen zum Standard.

Zudem wurde eine Ansprechstelle im Umgang mit Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung als Stabstelle Prävention, Intervention und Aufarbeitung  (kurz: PIA) eingerichtet.

In jeder Beziehung, die von einem Machtgefälle geprägt es, gibt es strukturell – unabhängig vom Lebensalter – die Gefahr von Machtmissbrauch, der das Einfallstor zu grenzüberschreitendem und/oder missbräuchlichem Verhalten darstellt. Das gilt auch zwischen Gleichaltrigen, mehr noch im Gegenüber von Lehrer*innen zu Schüler*innen, von Dozent*innen zu Studierenden, von Helfenden gegenüber Ratsuchenden – in jeder Institution oder auch im gewerblichen und privaten Bereich.

Präventionsschulungen vor sexualisierter Gewalt im engen Sinn und die Sensibilisierung gegenüber Machtmissbrauch im weiteren Sinn gehören bisher noch nicht zu den Regelausbildungsangeboten im Lehramtsstudium.

Daher bietet die EKiR im Rahmen der Kirchlichen Begleitung entsprechende Präventionsschulungen nach dem Schulungsprogramm „hinschauen – helfen – handeln von EKD und Diakonie an. Als Kirche möchten wir so einen verantwortlichen Beitrag zur Gewaltprävention in unserer Gesellschaft leisten sowie zur Enttabuisierung und Aufdeckung von sexualisierter Gewalt beitragen.

In den angebotenen Workshops werden Begrifflichkeiten sowie die Bedeutung von Schutzkonzepten erläutert und exemplarisch Interventionspläne besprochen, um – frühzeitig im eigenen Bildungsweg – die eigene Wahrnehmung zu schulen und zugleich die Handlungssicherheit in kritischen Situationen zu erhöhen.

Erkundigt euch an eurem Studienort, wann der nächste Termin ist.